Internet: Ein virtueller Spielplatz
Spielen ist vielseitig, vielfältig und unbedingt für Kinder von Nöten. Hier werden Konflikte ausgetragen, mit denen sich die Kinder identifizieren können. Spielen gehört schließlich einfach zum Erwachsenenwerden dazu. Dennoch gibt es natürlich mehr Angebote heutzutage als Öffentliche Spielplatzgeräte im „real life“. Im Zuge des 21. Jahrhunderts gibt es nämlich ein virtuelles Angebot: Die Rede ist von Internetspielen.
Vorsicht jedoch bei der Spielplatz Gestaltung im Internet: Für Kinder sind nicht alle Internetspiele empfehlenswert! Daher empfiehlt sich eine genaue Prüfung der Internetseiten durch die Erziehungsberechtigten. Es gibt auf der anderen Seite relativ viele Internetspiele, die extra für Kinder entwickelt wurden und die sich als gute Geschicklichkeits- und Denkübungen entpuppen.
Deutschland sticht bei der Häufigkeit des Spielgebrauchs im Internet im europäischen Vergleich heraus. Laut einer Studie haben mehr als zehn Millionen der über 14-jährigen im Internet schon einmal gespielt. Die virtuelle Spielplatz Planung im Internet hat sich hierzulande also zu einem echten Trend für Jung und Alt entwickelt. Besonders im Trend liegen allerdings die Browserspiele, die umsonst und ohne einen Download funktionieren. Technisch sind diese Spiele den „richtigen Computerspielen“ schon lange nicht mehr unterlegen.
Auch wenn manche Pädagogen immer noch von Zeitverschwendung sprechen, wenn es um das Spielen im Internet geht, kann es für die kognitive Entwicklung mehr als eine Schulung sein. Dennoch ersetzt das Internetspielen natürlich nicht die Bewegung in der freien Natur. Es handelt sich vielmehr um eine Ergänzung, die sinnvoll gestaltet werden sollte. Da Deutschlands Kinder ja immer dicker zu werden scheinen, darf der tägliche Spielplatzbesuch natürlich nicht gegen das bequeme Sitzen vorm PC getauscht werden.
Ein sinnvoller Umgang mit Internetspielen sollte auch im Schulunterricht mehr Behandlung finden. Im Rahmen des fächerübergreifendenden Ziels der „media literacy“ in den deutschen Lehrplänen sollten Kinder bezüglich ihres Auswahlprozesses von Computer- und Internetspielen begleitet werden, so dass ein sinnvoller Umgang möglich wird. Schließlich gibt es ja noch mehr als Solitär und Minesweeper im Netz zu finden.