Medien im 21. Jahrhundert
Medien - ein Begriff, mit dem wohl ein Jeder etwas anzufangen vermag. Oft ist die Rede von Medien im Unterricht, medialer Rasanz, multimediale Dimensionen, neue Medien, etc. Eine richtige Definition des Begriffs ist bei näherer Überlegung gar nicht mal so einfach. Medien sind Informationsträger, die den Rezipienten mit Informationen der verschiedensten Art versorgen.
Der Begriff selbst ist weit gefasst: Man unterscheidet personale von nicht-personalen Medien, wobei man die nicht-personalen in visuelle, auditive, audiovisuelle und Multimedia teilen kann. Visuelle Medien meinen beispielsweise OHP-Folien, Arbeitsblätter, während auditive Medien den Umgang mit CDs und Kassetten bzw. DVDs (audiovisuell) meinen können. Multimedia, wie Computer und Internet, zählen zu den neuen Medien, die zentral für das 21. Jahrhundert sind.
Der Einsatz von Medien im europäischen Schulunterricht hat sich als zentrale Aufgabe erwiesen. Kommunikative Kompetenzen und Medienkompetenzen gehören zu den Schlüsselqualifikationen des globalisierten Zeitalters. Ein moderner Unterricht ohne Medien ist heutzutage nicht mehr denkbar, da der Lehrer entlastet wird und der Stundenverlauf belebt wird.
Multimedia gewinnen auch im Alltag immer mehr an Bedeutung. Jugendliche sind in der technischen Entwicklung viel besser bewandert als die älteren Generationen. Die neuesten Medien, die das 21. Jahrhundert mit sich bringt, sind wohl der Laptop, das Smartphone, Podcasts, und natürlich: das Internet!
Hierbei ergibt sich auch die Frage: Soll man den Computer, bzw. das Internet in den Klassenunterricht mit einbeziehen? Wenn ja, in welchem Ausmaß? Mal abgesehen von den Berührungsängsten mit dem Internet auf Seiten der älteren Lehrergeneration, sind sich die Pädagogen weitestgehend einig, dass ein moderner Unterricht, der den Schüler auf das spätere Berufs- und Alltagsleben vorbereitet, einen Umgang mit dem PC mit einschließt. Man kann individualisiert und schülerorientiert arbeiten; die Kids sind motiviert und werden zum selbstständigen Lernen erzogen. Da in der schnelllebigen Gesellschaft von heute sich an einem Tag quasi alles verändern kann, ist man durch das Internet stets mit den aktuellsten Informationen versorgt, die es aber auch zu entschlüsseln gilt.
In Zukunft müssen die bildungspolitischen Ziele demnach noch mehr an die medialen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts angepasst werden, um eine „media literacy“ ausbilden zu können, die sich auch in Zukunft bewähren kann.