Natur- und Naturkatastrophen
Im September 2005 gibt es durch den Hurrikan Katrina eine große Flut, die über 1800 Menschenleben fordert. New Orleans und die Golfküste der USA sind extrem betroffen von den Folgen Katrinas. Anfang des Jahres 2010: Das Erdbeben von Haiti fordert über 200 000 Leben und Millionen von Menschen sind ohne Dach über den Kopf.
Das 21. Jahrhundert ist für die Natur bislang recht bezeichnend verlaufen: Klimawandel, globale Erwärmung, Ressourcenarmut, Schadstoffemissionen, Aschewolke, Tsunami, Erdbeben, riesige Ölteppiche im Meer – diese Schlagwörter kursieren in den Medien wie in bislang keinem anderen Jahrhundert.
Auch die Ressourcen der Erde werden immer knapper: Wasserknappheit ist ein Thema, das vor allem in Entwicklungsländern eine heikle Angelegenheit darstellt. Etwa 1,2 Milliarden Menschen haben nicht einmal Zugang zu sauberem Wasser. Von dem Überangebot in Europa kann in den ärmeren Ländern dieser Welt jedenfalls keine Rede sein. Mangelnder Gewässerschutz führt zu extremen Verunreinigungen des Grundwassers. Es ist kaum zu glauben, dass jeden Tag mehr als zwei Millionen Tonnen Schmutzwasser in Gewässer geführt wird. Das alles sind dramatische Zahlen und Entwicklungen. Profitgier und schlechtes Management verschlimmern die Ressourcenknappheit noch zusätzlich und führen zu politischen Konflikten.
Mit den Sorgen um die Umwelt ist auch ein weiteres Problem verbunden: Nämlich eine Zukunftsangst, die uns alle gleichermaßen betrifft: Die derzeitigen Bemühungen um Klima- und Umweltschutz sprechen für sich: Abwrackprämie, Umweltzonen, Energiesparlampen – die Bundesregierung lässt sich einiges einfallen, um der Umwelt entgegen zu kommen.
Experten sind sich dennoch uneinig darüber, ob die fatalen Veränderungen des Klimas überhaupt noch reversibel sind und ob derzeitige Bemühungen überhaupt einen Sinn ergeben. Dennoch heißt das nicht im Umkehrschluss, dass frühere Versäumnisse weitergeführt werden müssen. Vor allem in den Jugendjahren sollte verstärkt darauf geachtet werden, den Jugendlichen ein Gefühl der Verantwortung für ihr Umfeld zu vermitteln. Schließlich wird es die Jugend sein, die sich in Zukunft um den Erhalt der Erde kümmert. Daher sind jene Wertvorstellungen, die sich mit der Natur befassen, auch als fächerübergreifende Lehrvorhaben in den Lehrplänen vieler Bundesländer vorhanden.