Religion im 21. Jahrhundert

Wie steht es mit dem Glauben an Gott im 21. Jahrhundert? Mit dem Beginn der Aufklärung, der Industrialisierung war bereits Ende des 19. Jahrhunderts ein Traditionsbruch zu verzeichnen. Wie ist es aber heute mit dem Glauben? Geht die Jugend von heute noch in die Kirche? Braucht man neben der Playstation noch die Pfarr-Predigt?

Das heutige Zeitalter, die Postmoderne, definiert sich primär durch die Plurale Gesellschaft. Durch diese Pluralität ist eine Herausforderung für die ganze Gesellschaft, vor allem für die Religionen, gegeben. Pluralität in Bezug auf religiöse Fragestellungen bedeutet, dass nebeneinander Bestehen verschiedenster Weltanschauungen innerhalb eines gesellschaftlichen Gefüges. Vor allen Dingen in der Existenz verschiedenster Religionen, Konfessionen und religiösen Gruppierungen ist diese Pluralität allgegenwärtig.

Der postmoderne Mensch in einer solchen Gesellschaft muss mit entsprechenden Fähigkeiten ausgestattet sein, um zum einen die Vielfalt aushalten zu können, sich seines eigenen religiösen Standpunktes bewusst zu werden und gleichermaßen den entsprechenden Standpunkt des anderen adäquat zu respektieren. Das Stichwort, das hier zu nennen ist, nennt sich interreligiöses Lernen.

Derzeit sind laut einer Studie 25% der deutschen Jugendlichen ohne Bekenntnis zu einem Glauben. Dabei muss man aber differenzieren, ob der Glaube von Institutionen abhängt, oder individuell ist. Denn das Bodenpersonal hat mit dem Glauben an Gott natürlich nicht viel zu tun. Die Beliebtheit der katholischen Kirche musste in der jüngsten Vergangenheit erheblich einbüßen.

Missbrauchsfälle und die nicht transparenten Vorgänge im Vatikan erklären zum einen die derzeitige Kritik an der katholischen Kirche. Auf der anderen Seite liegt es an den augenscheinlich veralteten Anschauungen bezüglich Homosexualität, Verhütung und anderen Dingen.

Die Zugehörigkeit zu anderen Gruppierungen, wie Scientology, erklären sich Experten durch die zunehmende Deindividualisierung der Pluralen Gesellschaft, in der sich der einzige oft ohnmächtig allein gelassen fühlt. In entsprechenden Institutionen versucht der einzelne den Halt wieder zu finden, den er verloren glaubt. Moderne Glaubensgemeinschaften von heute sollten genau da ansetzen.